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Startseite 2017-09-18T09:38:26+00:00

Rechtsgutachten hält Nationalpark Rhön für ungeeignet – Verstoß gegen Rechtsgrundsätze der Weitläufigkeit, Einheitlichkeit, Unzerschnittenheit und großflächigen Entwicklungsfähigkeit

Noch bevor die Staatsregierung ihre erwartete Entscheidung trifft, welcher Region ein Angebot für einen Nationalpark gemacht werden soll, haben heute Mitglieder der Bürgerinitiative „Gemeinsam stark – unsere Rhön“ ein Rechtsgutachten mit dem Titel „Rechtliche Hindernisse für eine Nationalparkausweisung
in der Rhön“ vorgelegt. Die Verwaltungsrechtskanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Würzburg/Leipzig kommt dabei in ihrer Rechtsexpertise zum Ergebnis, dass einem Nationalpark Rhön im derzeit vorgesehenen Suchgebiet so viele gravierende rechtliche Hindernisse entgegen stehen,

dass ein solcher Nationalpark wohl kaum den naturschutzrechtlichen Vorschriften entsprechend gestaltet werden könnte. Rechtsanwalt Wolfgang Baumann, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, der Autor des Gutachtens resümiert: „Eine Ausweisung eines Nationalparks Rhön würde nach meiner Einschätzung einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten!“

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Wofür wir stehen

Durch die Arbeit und die sorgfältige Pflege vieler Generationen ist in der Rhön eine schöne, einmalige und liebenswerte Landschaft entstanden. Diese charakteristische Kulturlandschaft muss auch weiterhin gemäß dem Grundsatz „Schützen durch Nützen“ erhalten werden. Die Landschaft der Rhön ist nicht nur ein wertvoller Naturraum, sondern auch Lebensraum, Wirt- schaftsraum und Heimat der hier lebenden Menschen. Diesen Raum und seine besondere Natur gilt es nicht nur zu erhalten, sondern auch weiter zu entwickeln und zukunftsfähig zu machen für unsere Kinder und Enkel.

Diesen Zielen dient der Naturpark und in besonderer Weise das Biosphärenreservat Rhön. Der Naturschutz ist durch den Naturpark, durch Natur- schutz-, FFH- und SPA- Gebiete und durch die Kernzonen des Biosphärenreservats umfang- reich und bestens gewährleistet. Der Verein unterstützt die Zielsetzung dieser Schutzgebiete und verfolgt darüber nachstehende Ziele:

Unsere Ziele

  1. Die Ziele des Biosphärenreservats Rhön Mensch, Wirtschaft und Natur zu fördern und zu entwickeln sollen unterstützt werden.
  2. Die Belange des Naturschutzes, die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der regional betroffenen Bevölkerung sollen im Einklang bleiben und wo nötig in Einklang gebracht werden („integrativer Naturschutz“).
  3. Das in der bayerischen Verfassung garantierte freie Betretungsrecht der Natur ist zu erhalten.
  4. Eine nachhaltige forstliche Nutzung der Rhöner Wälder im Rahmen der waldgesetzlichen Vorgaben ist sicher zu stellen und durch geeignete Maßnahmen zu fördern. Im Bereich staatlicher und kommunaler Wälder ist eine naturnahe und zertifizierte Waldbewirtschaftung anzustreben.
  5. Die nachhaltige Erzeugung sowie eine gesicherte Versorgung von Bürgern, Handwerk und Industrie mit Holz als ökologischen Werkstoff und regenerativen Energieträger aus unseren Wäldern müssen erhalten bleiben.
  6. Durch geeignete waldbauliche Maßnahmen sind die Rhöner Wälder auf den Klimawandel vorzubereiten, damit sie auch weiterhin in vollem Umfang ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können (CO2-Senke, CO2-Speicher).
  7. Die Schutzfähigkeit des Waldes für den Wasserhaushalt und die Wasserqualität sowie die Möglichkeit der Wassergewinnung und Gewässernutzung im Wald und in der Flur müssen erhalten bleiben.
  8. Die Existenzgrundlagen unserer land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, des Handwerks und unserer heimischen Industrie sind zu sichern und zu entwickeln und dürfen nicht geschmälert werden.
  9. Die bäuerliche Kulturlandschaft der Rhön in ihrer Vielfalt und das ländliche Brauchtum müssen erhalten und gefördert werden.
  10. Die regionale Wertschöpfung aller Wirtschaftszweige im Bereich der Rhön muss erhalten und weiter ausgebaut werden.
  11. Wald und Flur sind vor übermäßigen Wildschäden durch bewährte und waidgerechte Jagdmethoden zu schützen.
  12. Die Organisation und die Regulierung des Jagdwesens müssen in den bewährten Händen der örtlichen Institutionen verbleiben (Jagdgenossenschaften, Untere Jagdbehörde, Jägerschaft).
  13. Der Bodenspekulation ist vorzubeugen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten entgegenzutreten.

Unsere Forderungen

  • Keine Experimente mit unserer Landschaft und der Zukunft nachfolgender Generationen durch künstliches Herstellen von „Wildnis“!
  • Kein Verbot der Freizeitnutzung (z.B. Wandern, Pilze/Beeren sammeln, Mountainbiken, Reiten, Geocaching, Wintersport, etc.)
  • Keine Einstellung der Holzproduktion in unseren Wirtschaftswäldern!
  • Keine Aufgabe des Waldschutzes und der Waldpflege!
  • Verhinderung der Vernichtung von Waldbeständen durch die Ausbreitung von Nadel- und Laubholzschädlingen (Borkenkäfer, Eichenprozessionsspinner, …)
  • Keine einseitige Förderung des Tourismus zu Lasten der heimischen Forst-, Holz- und Landwirtschaft!
  • Keine Vernichtung von heimischen Arbeitsplätzen durch staatliche Umgestaltung der bestehenden Wirtschaftsstrukturen!
  • Keine weitere Fremdbestimmung in unserer heimischen Rhön durch eine zu- sätzliche Landesbehörde (Nationalparkamt), die nicht dem Landratsamt unterstellt ist!
  • Keine Einstellung oder Beschränkung der Jagd auf großen Teilflächen im Be- reich der Rhöner Wälder!
  • Keine durch Waldstilllegung und Einstellung der regulären Jagd bedingte Massenvermehrung von Wild (insbesondere Schwarzwild –> Flurschäden –> Seuchengefahr –> Wildunfälle)
  • Wir stellen uns gegen ein sogenanntes „Wildtiermanagement“ und ähnlich fragwürdige Methoden. Die Jagdausübung soll unter Beachtung des Tierschut- zes und auf der Basis wildbiologischer Erkenntnisse erfolgen!
  • Allen Überlegungen zu einem Nationalpark muss eine umfassende und ausführliche Planung langfristiger Regionalentwicklung vorausgehen. So müssen z.B. Bevölkerungsentwicklung und Verkehrsplanung am Anfang der Betrachtungen stehen und nicht dem Ehrgeiz kurzfristig entscheidender Politiker geopfert werden!“Es gilt unser Ehrenkodex:Keine persönlichen Diffamierungen jeglicher Art, weder von unserer, noch von anderer Seite! Trotz der uns von außen aufgezwungenen Debatte streben wir ein konstruktives und friedvolles Zusammenleben in unserer Heimat an!